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Nur noch bis 24. Februar - Geschichtsverständnis leicht gemacht

08.02.2019

"Kinder, wie die Zeit vergeht!" - die Sammlung als Chronik des Zeitgeschehens

Die Ausstellung mit Beständen der Sammlung und bekannten Klassikern der Karikatur vermittelt auf anschaulich und einprägsame Weise Geschichte  und legt Bezüge zur Gegenwart nahe.

 

In Hinblick auf das bevorstehende Jubiläum des Mauerfalls sowie der jüngsten politischen Entwicklungen in Europa und der Welt stehen vor allem die Bilder eines geteilten Europas, des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung im Mittelpunkt der Ausstellung.

Die Sichtweisen zweier unterschiedlicher Gesellschaftssysteme und politischer Blöcke aufeinander, aus so unterschiedlichen Blickwinkeln, spiegeln den damaligen Zeitgeist - aber auch das ideologisch aufgeheizte Weltklima wider. Wettrüsten, erneute Kriegsgefahr und das Ringen um Abrüstung stehen auch im Mittelpunkt der Karikaturen aus dieser Zeit.

 

Die Bilder sprechen für sich und lassen Erinnerungen wach werden – längst vergessene Geschichte Revue passieren. Die Ausstellung verdeutlicht auch die Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Fall der innerdeutschen Grenze und der Wiedervereinigung. Auch die Chance welche sich daraus für Europa ergab.

 

Hundertfache Erinnerungen und Denkanstöße vermittelt diese vom Umfang eingeschränkte Schau. Bestenfalls regt sie dazu an, so manches noch einmal zu Hause nachzuschlagen oder gleich vor Ort zu „googeln“.

 

Das Konzept wird im wesentlichen getragen von Arbeiten der Zeichner Reiner Schwalme, Heinz Behling, Horst Schrade, Karl-Heinz Schoenfeld, Helmut Jaček und Harri Parschau – ergänzt um Arbeiten u.a. von Manfred Bofinger, Klaus Vonderwerth, Ottfried Zielke, Frank Leuchte und Louis Rauwolf.

 

Es kommt zur Begegnung mit echten Klassikern der Karikatur im Original und es wird erstmals die Möglichkeit geben, digital Einsicht in Teilbestände der Sammlung zu nehmen. Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg wurde 2017 damit begonnen, die ersten Originalzeichnungen von 30.000 zu digitalisieren und zu inventarisieren. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen in der Ausstellung sichtbar werden und bilden die Grundlage für den weiteren Austausch auch mit anderen Forschungseinrichtungen in Europa.

 

Foto: Karikatur von Reiner Schwalme aus dem Jahr 1990