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"Nun noch einmal ohne Faust" - Karikaturen, Plakate, Illustrationen und Fernsehgrafik von Frank Leuchte

05.03.2017

Cartoonmuseum Brandenburg startet mit einem echten Klassiker in die Saison

 

Zum 25. Todestag erinnert das Cartoonmuseum in Luckau mit einer Ausstellung an den „Ausnahme-Karikaturisten“ der DDR- und Wendezeit Frank Leuchte. Der Satiriker und Karikaturist wurde von vielen seiner Zeichnerkollegen bewundert, als Mensch und vielseitiger Künstler geschätzt. Er erlebte reichlich Widerspruch an sich selbst und in seinem begrenzten Heimatland. Satire war die Lebenskunst, mit der er sich befreite.

 

Mit paradoxen Ansätzen im Kopf, wurde das was ihn umgab, entlarvt mit geistvollen Pointen: kleinbürgerlicher Pathos, wichtigtuerischer Fortschritt, Weltläufigkeit in Grenzen - die Enge wurde zum ironischen Ereignis.

 

Seine prägnanten Figuren waren eine satirische Instanz. Als bekennender Journalist etablierte er neben den Karikaturen auch seine Wort-Bildbeiträge über viele Jahre im „Magazin“ und „Eulenspiegel“. Er schuf an die 100 Vorspann- und Pausengraphiken für das Fernsehen, illustrierte für Verlage, für Programmhefte der „Distel“, entwarf Plakate und vieles mehr.

Im Nachhinein erscheint die Hinterlassenschaft Leuchteschen Humors in ihrer kritischen Identität und sozialen Genauigkeit wie eine absurde Chronik der DDR und der Wendezeit.

 

Unter dem Titel „Nun noch einmal ohne Faust“ zeigt das Cartoonmuseum Brandneburg in der Nonnengasse 3, 15926 Luckau - vom 5. März bis 30. April - einen umfangreichen Querschnitt durch das facettenreiche Lebenswerk von Frank Leuchte.

Die Ausstellung umfasst etwa 140 Originalblätter aus der Sammlung der "Stiftung Museen für Humor und Satire" der Cartoonlobby unterstützt durch Leihgaben der "Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig" und der "Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung, Satiricum Greiz".

Die öffentliche Vernissage ist am Samstag, dem 4. März um 14 Uhr, bei freiem Eintritt.

Mit dem Saisonstart ist wieder Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag jeweils von 13-17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 2 und ermäßigt 1 € - für Kinder bis 12 Jahren ist er frei.


 

Angaben im Überblick:

Ausstellungstitel: „Nun noch einmal ohne Faust“

Frank Leuchte - Karikaturen, Plakate, Illustrationen, Fernsehgrafiken

Dauer: 05.03. – 30.04.2017

Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag 13-17 Uhr

 

Eröffnung: Samstag, 4. März um 14 Uhr – Eintritt frei, öffentlich

Eintritt: 2 € / ermäßigt 1 €, Kinder unter 12 Jahren frei
Schulklassen ... bitte auf Voranmeldung zu Projekttagen

Adresse: Cartoonmuseum Brandenburg
Nonnengasse 3 (Autozufahrt über die Nordpromenade)
15926 Luckau

Webseite: www.cartoonmuseum-brandenburg.de

Info-Telefon: 03544 / 50 770 42


 

FRANK LEUCHTE (1942 - 1992)

 

1942 – in Graupa bei Dresden geboren

 

1960 – Abitur

 

1961-66 – Studium der Ingenieurökonomie für See- und Binnenschifffahrt an der Hochschule für Verkehrswesen Dresden

 

1966-68 – Diplomstatistiker in der Direktion für Binnenschifffahrt in Berlin

 

1968-74 – Redakteur der Zeitschrift „Das Magazin“, erste Karikaturen

 

ab 1974 – Mitglied des Verbandes Bildender Künstler und freischaffend als Karikaturist und Gebrauchsgrafiker. Satirisch humoristische Bild- und Textbeiträge sowie Karikaturen, Illustrationen, Vignetten u.a. für die Zeitschriften „Eulenspiegel“, „Das Magazin“ und „Elternhaus und Schule“. Buchillustrationen z.B. zu Grotesken von Joachim Walther „Die Anti-Geisterbahn“, Buchverlag Der Morgen,1973. Gestaltung von Programmheften und Plakaten des DDR-Kabaretts „Die Distel“. Schätzungsweise 100 Pausen- und Vorschaugrafiken zu Filmen und Sendungen des DDR-Fernsehens. Plakatentwürfe u.a. zum Bauernkrieg und Jubiläum der Französischen Revolution sowie des Plakates und Katalogtitels der letzten „Karigrafie“ 1989/90 in Berlin.

 

1992 – in Berlin gestorben

 

Foto: Plakat zur Ausstellung - Motiv von Frank Leuchte