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„Was darf Satire? Wo endet die Pressefreiheit?“

11.02.2015

Vortrag und Diskussionsrunde im Cartoonmuseum Brandenburg

Sonntag, den 15.02.2015 von 11-13 Uhr

 

Der Leiter der "Sammlung_Museum für Humor und Satire", Andreas Nicolai und seine Gäste der Cartoonlobby, nehmen die aktuellen Geschehnisse und die fortwährende Diskussion in der Öffentlichkeit über die Grenzen von Humor und Satire zum Anlass für eine Gesprächsrunde.

 

Der Terrorangriff auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ hat weltweit Entsetzen und Solidarität hervorgerufen. Das „Cartoonmuseum Brandenburg“ in Luckau reagierte im Januar schnell und verlängerte die laufende Ausstellung mit politischen Karikaturen von Klaus Stuttmann. Diese wurde ergänzt durch aktuelle Beiträge, wie Zeichnungen und Wortmeldungen der Cartoonlobbyisten. Die Präsentation in digitaler Form wird ständig um Dokumente sowie Zeugnisse der öffentlichen Diskussion in den Medien erweitert.

 

Der Anschlag von Paris wurde als ein Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit gesehen, die in Frankreich wie in Deutschland hart erkämpft worden ist.

Welche Rolle spielt Satire in unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft, wie ist deren Wahrnehmung und Wirkung? Was sind die Unterschiede hier im Vergleich zu Frankreich? Was können wir gemeinsam zur Verteidigung unserer Freiheiten tun? Wie gehen Karikaturisten mit den unversöhnlichen religionskulturellen Positionen auf der Welt um? Gibt es Rücksichten, die Satire nehmen sollte oder setzt damit Selbstzensur ein? Das sind die Fragen, welche sich stellen.

Nicht zuletzt geht es um die Fortführung der Debatte mit und unter den Karikaturisten: Was darf Satire wirklich und wie ist es in Wahrheit um die vielbeschworene Pressefreiheit bestellt?

 

Der Cartoonlobbyist Walther Fekl - Organisator mehrerer Ausstellungen zu deutscher und französischer Karikatur - und der Vereinsvorsitzende Philipp Heinisch - Karikaturist und auch Vortragender zur Karikatur und "deren Folgen" – werden einleitend ein wenig auf die Geschichte des "Karikaturenstreits", die Entwicklung und Inhalte von "Charlie Hebdo" sowie die Besonderheiten der Satire in Frankreich eingehen. Es werden aber auch Beispiele von Karikaturen aus Deutschland gezeigt, die in der Vergangenheit Unmut und Diskussionen hervorgerufen haben. Zur Einstimmung sollen sich die Gäste im wahrsten Sinne „ein Bild von dem machen“, worüber im Anschluss mit den Karikaturisten diskutiert wird. Weitere Karikaturisten haben ihre Teilnahme bereits angekündigt: wie Schwarwel aus Leipzig, Barbara Henniger aus Strausberg.

 

Die Veranstaltung ist öffentlich und interessierte Bürger gern gesehen, sie geht voraussichtlich von 11-13 Uhr. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei!


 

CARTOONMUSEUM BRANDENBURG der Cartoonlobby in Luckau

www.cartoonmuseum.info Dienstag+Donnerstag+Samstag (März-Oktober)+Sonntag 13–17 Uhr

Nonnengasse 3, 15926 Luckau–Infotelefon: 03544 / 50 770 42-Eintritt: 2, erm. 1€, bis 12 Jahre frei!

 

Foto: Karikatur von Klaus Stuttmann